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Hierarchieorientierung in Indien

Der Kulturstandard „Hierarchie“ beschreibt das Prinzip der Einordnung aller Personen in eine Rangfolge. Diese hierarchische Ordnung hat in Indien in allen Lebensbe­reichen große Bedeutung. Sie zeigt sich z.B. im Beruf, zwischen den Geschlechtern, zwischen Lehrern und Schülern, Ärzten und Patienten, im Straßenverkehr und in der Familie. Außerdem hat die Akzeptanz von Hierarchien zur Folge, dass Autoritäten Gehorsam entgegengebracht wird. Weiterhin ist es sehr wichtig, seine Position in der Rangfolge durch Titel zu bezeichnen und für jeden ersichtlich zu machen.

Aus der Rangfolge von höheren und untergeordneten Positionen ergeben sich wichtige Prinzipien, die das Mitein­ander der indischen Menschen im Geschäftlichen wie im Privaten regeln. So ist z.B. direkte Kommunikation nur zwischen Gleichgestellten möglich und jede Person hat, je nach Position, festgeschriebene Aufgaben.

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Hierarchie-Ordnung ist das Senioritätsprinzip. Das heißt, je älter eine Person ist, desto höher steht sie in der Hierarchie. Dieses Prinzip gilt besonders innerhalb der Familie, hat jedoch auch weitreichenden Einfluss im Geschäftsleben.

Weitere interessante Informationen hierzu erhalten Sie durch ein Interkulturelles Training zu Indien.

28.1.15 09:34, kommentieren

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Leistungsorientierung in den USA

Leistung und Erfolgsstreben sind zentrale Werte der amerikanischen Kultur. Dies wird schon in der Schule angeregt, wo mit den sogenannten „honor rolls“ Listen der besten Schüler ausgehängt werden. Dies dient weniger der Herabsetzung, sondern vielmehr dem Ansporn derer, die nicht vermerkt sind.

Konkurrenz und Wettbewerb werden fast immer als eine angenehme Herausforderung aufgefasst. Viele Amerikaner definieren sich deshalb auch über das, was sie erreicht haben. Dass individuellen Leistungen in der Regel eine große Bedeutung beigemessen wird, führt im Berufsalltag häufig zu regem Feedback.

Wer in seinem Leben etwas erreicht hat, erntet auch Respekt. Daher sind berufliche Erfolge in den USA meist höher angesehen als eine entsprechende Ausbildung, Titel oder Lebenserfahrung.

Weitere Informationen zur amerikanischen Businesskultur erhalten Sie hier .

26.6.14 15:08, kommentieren

Fremdsprachen in Frankreich

Wer schon einmal in Frankreich war, hat es vielleicht bemerkt: Es fällt vielen unserer französischen Nachbarn nicht leicht, mit Fremdsprachen umzugehen. Bereits beim Verständnis hört die sonst so hoch gelobte Flexibilität schnell auf. Zudem wird Ausländern meist ein großer Misstrauensvorschuss entgegengebracht. Frustration und Unverständnis auf Seiten der ausländischen Partner sind oft die Folge.

Sie werden es also nicht vermeiden können, sich einige Grundkenntnisse in Französisch anzueignen oder Ihre bestehenden Sprachkenntnisse aufzufrischen. Auch Höflichkeitsfloskeln sollten Sie umfassend beherrschen, um so einige Fettnäpfchen zu vermeiden. Sie werden den Unterschied garantiert bemerken, wenn Sie wenigstens „versuchen”, Ihre Bitte auf Französisch vorzutragen, anstatt sofort in Englisch zu beginnen.

Die französische Sprache hat stark zur Einigung des Landes beigetragen. In Frankreich betrachtet man dabei die eigene Kultur in vielen Fällen als besonders wichtig. Dies ist oftmals auch mit der Auffassung verbunden, dass sich Fremde an die französische Sprache und Kultur anpassen müssen. Andere Verhaltensweisen oder Kommunikationsformen werden deshalb tendenziell als nicht willkommen angesehen.

Weitere interessante Hinweise zum Thema Interkulturelle Kommunikation in Frankreich erhalten Sie hier!

17.4.14 15:22, kommentieren

Das Guan Xi

In China ist der Aufbau von Beziehungen [Guan Xi] durch das Gesellschafts-, Wirtschafts- und Rechtssystem bedingt. Theoretisch werden alle Chinesen gleich behandelt, praktisch sind persönliche Beziehungen jedoch unerlässlich. Im Geschäftsleben sind sie sogar wichtiger als ein schriftlicher Vertrag.

Deshalb herrscht in China ein ausgeklügeltes System von Gefallen und Gegengefallen vor. Diese Gefälligkeiten können sowohl beruflicher als auch privater Natur sein.

Zu beachten gilt auch, dass es sich bei Guan Xi nicht um Verbindungen zwischen Personengruppen oder Institutionen handelt, sondern ausschließlich um Beziehungen zwischen einzelnen Personen.

Heutzutage befindet sich der Chinese in einer ganzen Reihe von solchen Beziehungsnetzen. Oberste Loyalität gilt dabei der eigenen Familie. Aber auch

  • die gemeinsame Herkunft,
  • der gemeinsame Dialekt,
  • der Besuch derselben Schule oder
  • ein gemeinsamer Familienname

können beziehungsstiftend sein.

Nach mehreren Jahren kann auf der Basis solcher Grundlagen Guan Xi entstehen.

Beabsichtigt ein Chinese den Aufbau einer persönlichen Beziehung, fehlt aber die gemeinsame Basis, wird oftmals ein Vermittler eingeschaltet, der Verbindungen zu beiden Seiten hat und das gewünschte Guan Xi herstellt.

An dieser Stelle ist auch zu beachten, dass Chinesen nicht direkt kommunizieren. Sie werden also sowohl Gefallen indirekt äußern, als auch erwarten, dass Sie Ihre Kritik relativieren.

Im Zuge der Globalisierung wird der Kontakt zu fremden und wechselnden Geschäftspartnern auch für Chinesen immer wichtiger. Nach wie vor kann man aber beobachten, dass sie in Geschäftsbeziehungen großen Wert auf einen gegenseitigen Austausch und Nutzen legen.

Wichtige Informationen hierzu erhalten Sie auch durch ein Interkulturelles Training zu China.

28.1.14 11:01, kommentieren

Kommunikation in Japan

Ausschlaggebend für das japanische Kommunikationsverhalten ist das Konzept des „honne“ bzw. „tatemae“.

Der Ausdruck „honne“ bezeichnet die „innere Wahrheit“ des Japaners – seine tatsächlichen Empfindungen, Meinungen, Wünsche und Absichten. Dieses „wahre Gesicht“ sieht man jedoch selten, es ist hinter dem „tatemae“ verborgen – der „äußeren Fassade“ des Menschen. Dahinter verbirgt sich eine Art „schützende, öffentliche Maske“, also das sozial erwünschte Verhalten des Japaners.

Das „honne“ direkt auszusprechen, ist in vielen Situationen unangebracht. Sie wissen bereits, dass in Japan die Wahrung der Harmonie in der Regel über den individuellen Bedürfnissen und Absichten des Einzelnen steht. Aus diesem Grund werden die Aspekte eines Themas, die zu einer Verletzung der sozialen Normen und damit zu einem Gesichtverlust führen könnten, zurückgehalten. Der Erhalt der zwischenmenschlichen Beziehungen steht also absolut im Vordergrund.

In der Schlussfolgerung bedeutet dies natürlich, dass das „tatemae“ nur einen Teil der Wahrheit widerspiegelt. Das die beiden Zustände der „inneren Wahrheit“ und der „äußeren Fassade“ nicht übereinstimmen, ist für die Bewohner des Archipels ganz selbstverständlich. Um die sozialen Beziehungen nicht zu gefährden, wird die Trennung von „honne“ und „tatemae“ allgemein akzeptiert.

Für einen Ausländer ist es jedoch äußerst schwierig, den Unterschied zwischen dem Gesagten und dem Gemeinten festzustellen und hinter der Maske der Höflichkeit die wahre Haltung seines japanischen Gegenübers zu erkennen. Bedenken Sie dies bitte, wenn Sie mit einem Kollegen oder Partner aus Nippon sprechen!

Welchen Anteil eines Gesprächs das „tatemae“ ausmacht und wie viel vom „honne“ preisgegeben wird, variiert je nach Situation. Bei formellen Anlässen sprechen die meisten Japaner zurückhaltender als in einem informellen Rahmen. Haben Sie Schwierigkeiten bei der Wahrheitsfindung, suchen Sie am besten ein Gespräch unter vier Augen.

Weitere Informationen hierzu erhalten Sie hier.

6.12.13 10:49, kommentieren

Informelle Netzwerke in Russland

Wenn Sie erfolgreich Geschäfte in Russland tätigen wollen, sind informelle Netzwerke vor Ort sehr wichtig. Durch persönliche Kontakte können beispielsweise Probleme mit Behörden einfacher und schneller gelöst werden; frei nach dem Motto „Eine Hand wäscht die andere“.

Dieser Kulturstandard stammt vor allem aus der Sowjetzeit. In der kommunistischen Diktatur konnte man sich nicht auf Institutionen oder die ausreichende Versorgung mit Gütern verlassen. Deswegen musste man sich anders, eben über persönliche Beziehungen, behelfen.

Auch in der Transformationszeit [weg von der Sowjetzeit; hin zur heutigen Zeit] waren Behörden und Institutionen nicht voll funktionstüchtig. Zum Teil stimmt diese Aussage auch noch für die heutige russische Bürokratie. Daraus ergibt sich tendenziell ein geringes institutionelles Vertrauen der russischen Bevölkerung, dass sich in der Bildung informeller Netzwerke niederschlägt.

Hätten Sie gern weitere Informationen zum Doing-Business in Russland, weil Sie z.B. für Ihr Unternehmen nach Russland entsandt werden? Dann empfehlen wir Ihnen ein individuelles Interkulturelles Coaching zu Russland.

Merkmale des informellen Netzwerkes:

 

  • Die Nutzung des informellen Netzwerkes ist in Russland völlig legitim und nicht ungewöhnlich.
  • Auf die Mitglieder des eigenen Netzwerks ist Verlass. Schließlich wollen sie weder schlecht vor ihren Bekannten dastehen, noch sich die Möglichkeit neuer Kontakte entgehen lassen.
  • Die meisten Russen versuchen, wichtige Anliegen nicht direkt an eine fremde Person zu richten, da Ihnen die persönliche Beziehung zu dieser Person fehlt. Hier spielt auch der Kulturstandard Personenorientierung eine wichtige Rolle.Deshalb wird das eigene Netzwerk genutzt, um beispielsweise einen Gefallen zu erbitten.

23.10.13 11:32, kommentieren

Die historische Verhandlungskultur in der Arabischen Welt

Die arabische Verhandlungskultur ist historisch stark durch Handel und Mobilität geprägt. Es gab schon in frühen Jahrhunderten einen regen Handel auf dem Souq, dem arabischen Markt, auf dem Kaufmänner ihre Waren aus aller Welt anboten.

Zudem waren reisende Händler unterwegs, die sich zu Karawanen zusammenschlossen. Innerhalb dieser Karawanen galten Zusammenhalt und gegenseitiger Schutz. Diese Maxime durften nicht gebrochen werden – nur so war für eine sichere Reise gesorgt.

Es entstand eine Verhandlungskultur, deren Augenmerk auf der zwischenmenschlichen Ebene liegt: der Verkäufer muss zunächst von seiner Person überzeugen, bevor er die angepriesene Ware verkaufen kann. Dies spiegelt sich überdies in der Beziehungsorientierung der Araber wider.

Das Handeln und Feilschen macht dabei einen Großteil der arabischen Geschäftskultur aus. Eine Verhandlung mit Arabern kann auf einen deutschen Geschäftsmann langwierig wirken, da sie viel Zeit in Anspruch nehmen kann und nicht immer linear verläuft. Ein Angebot kann auch mal zur Seite geschoben werden, um dort mehrere Monate liegen zu bleiben, bis es wieder aufgenommen wird. Eine längere Verhandlungspause sollte also nicht gleich als Geschäftsabbruch missverstanden werden.

Araber verhandeln zudem sehr gestenreich und emotional. Für Deutsche scheint es, als würden sie schauspielerische Höchstleistungen an den Tag legen, wenn sie von einer herzlichen, freundlichen Stimmung in eine Gemütslage voller Unmut, Ärger und Zurückweisung verfallen. Lassen Sie sich dadurch nicht verunsichern. Die Schauspielerei dient hierbei dazu, den eigenen Standpunkt zu verdeutlichen und eine beidseitig zufriedenstellende Win-Win-Situation zu erreichen.

Weitere wichtige Informationen, nicht nur zum Thema Verhandlungen, erhalten Sie durch ein Interkulturelles Training z.B. zum Zielland Saudi-Arabien.

19.9.13 15:01, kommentieren